Um die erste längere Krankheitsphase gut zu überstehen, hätte es keinen besseren Ort auf unserer Reise geben können.
Reisen auf Bali ist gleichzeitig wie urlauben, da alles so einfach und relaxt ist. Ein kleines Paradies.
Das mag in der high season völlig anders aussehen, aber jetzt während der Regenzeit ist gerade absolute low season. Die locals sind sehr entspannt und enorm freundlich. Die Auswahl an geschmackvoll eingerichteten und direkt an den Stränden liegenden Unterkünften ist groß.
(Blick aus dem Bett)
mal machen open air Badezimmer Freude, mal kommt das Duschwasser als kleiner Wasserfall aus einem dicken Bambusrohr in der Wand, mal sind es die indonesischen Holztüren, die den Übergang aus dem liebevoll gestalteten Garten ins Zimmer reibungslos machen. Ach, so sehr wir Indien genossen haben, hier müsste man die indischen Hoteliers mal hinschickten, damit dort nicht nur Knast- und Schlachthofatmosphäre in den einfachen Hotels herrscht. Uns peinigt daher die Qual der Wahl bei der Übernachtungssuche. No more fully booked Situationen. Die Preise sind für das Gebotene mehr als fair und liegen so ca. 1/2 bis 1/3 unter denen in Myanmar. Also auch no more tourist rip off!
(Hier inkl. Frühstück für 23,- € zu übernachten ist doch ok, oder?)
Die Insel ist zudem gerade knackig grün und landschaftlich sehr reizvoll. Mit seinen vielen Reisterrassen immer wieder ein Hingucker. Da die Distanzen auf der Insel gering sind und wir sie zudem mit einem Mietwagen bewältigen, herrscht auch an dieser Front Entspannung. 
Die 6 Tage, an denen Jakob Fieber hatte (zwischenzeitlich hatte es auch Thea noch für 2 Tage erwischt), gingen daher schnell vorüber. Die anfänglichen Sorgen, immerhin waren wir bisher überwiegend in (harmloseren) Malariagebieten unterwegs, waren bald vorbei, weil die Symptome (Internetrecherche sei Dank) nicht so passten und die Locals davon berichteten, dass das Wetter derzeit auch bei ihren Kindern zu vielen Fieberfällen führen würde. Und damit wären wir auch bei dem einzigen, aber gravierenden Nachteil von Bali. Es ist enorm schwül und heiß! Regnen tut es nämlich derzeit für diese Jahreszeit ungewöhnlich wenig und daher ist es besonders heiß. Wenn es dann mal doch regnet ist es eher eine willkommene Abkühlung als ein Störfaktor.
Mittags sitzt man einfach nur so im Schatten vor sich hin und es rinnen dennoch Schweißperlen von der Stirn.
Man fühlt sich abends immer sehr müde und fertig an, obwohl wir es hier sehr ruhig angehen lassen. Also ab in den Pool!
Der Tourismus ist hier auf der Insel sehr reif entwickelt. Die Insel ist mit Mallorca insofern vergleichbar, als dass man es sich partymäßig in Kuta oder Sanur geben kann (wie Ballermann), aber nur ein paar Kilometer entfernt auch noch „normales“ Dorfleben und tolle Landschaft erleben kann, bzw sehr viele sehr ruhige Ecken mit tollen Unterkünften existieren.
Sollte uns dieses Leben hier bald zu langweilig werden, dann geht es auf nach Lombok, wo wieder Pickups und Minibusse auf uns warten!
Ach ja, auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Es gibt unzählige Warungs, die mit neuen Geschmackserlebnissen locken. Mit Nasi und Mie Goreng ist für die Kinder auch immer etwas dabei.

Wow, Ihr lieben Weltreisenden! Das sieht nach Super-Urlaub aus! Rolf, dazu muss ich Dich dann später unbedingt nochmal im Detail interviewen. Indonesien würd ich ja schon auch gern nochmal machen.
… mit Urlaubsfilm im Kopf und nun grummelnd zurück an die Arbeit gehend,
Konny