Petra und das Tote Meer

Obwohl eigentlich Hochsaison in Jordanien herrscht, ist nicht viel los. Wir hörten von einem 60 %igen Touristenrückgang. Arme Jordanier, die dafür wirklich nichts können, dass drumherum so viele Krisenherde sind. Wir profitieren natürlich davon, denn bei den Hotels lässt es sich gut verhandeln und nichts ist ausgebucht. Kommt man jedoch in Petra an, dann wundert man sich, wo auf einmal all diese ganzen anderen Touristen herkommen. Die müssen sich zwischendurch versteckt haben oder sich in den riesigen 5* Hotelanlagen am Toten Meer oder bei Aqaba aufhalten. Anders lässt es wirklich nicht erklären.

Wie extrem voll muss es in Petra gewesen sein als noch 60% mehr Besucher da waren! Petra hat allerdings all diese Besucher absolut verdient, denn die vor ca. 2000 Jahren in die Felsen gehauenen Gräber und Tempel sind einfach eindrucksvoll. Völlig zur Recht seit vielen Jahren ein Weltkulturerbe! Schon allein der Siq, den alle durchqueren müssen, um das riesige Gelände von Petra zu erreichen, wäre einen Besuch wert.

Die Steinhaukunst der Nabatäer ist beeindruckend und gleich beim ersten und bekanntesten Tempel extrem gut erhalten.

Hier noch ein paar weitere Eindrücke.

(Das sog. Kloster ganz am anderen Ende des Gebietes nach bestimmt 1000 Treppenstufen! Hut ab Aaron, die Fanta war verdient!)

Eine weitere Hauptattraktion dieses Landes ist natürlich das Tote Meer. Nicht allein, dass es der tiefste Punkt der Erde ist (400 Meter uM), sondern auch mit 33% Salzgehalt (Mittelmeer 3,5%) tolle Salzkristalle an die Küste zaubert.

Ein Bad in der sehr warmen Salzlösung ist ein Erlebnis, weil der Auftrieb wirklich enorm ist. Brustschwimmen ist kaum möglich, weil die Beine hinten aus dem Wasser kommen!

Allerdings muss man sehr aufpassen! In Augen, Nase und Wunden brennt das Wasser höllisch. Kommt auch nur etwas Wasser in die Lunge, dann platzen die Lungenbläschen und der Erstickungstod droht. Als wir da waren, wurde gerade eine Jordanierin auf einer Trage weggebracht. Hoffentlich hat sie überlebt! Die Kinder durften daher nur mit den Füßen hinein, weil es uns zu gefährlich war.

Kein Wunder, dass hier die Frau von Lot zur Salzsäule erstart ist! (Obwohl die Salzkonzentration damals wesentlich geringer war).

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