Nachtrag: Brainstorming EINDRÜCKE aus Namibia

- Einfach zu bereisen.

- Wohlorganisiert, westlich geprägt.

- Sicher.

- Fast jedes Business wird von einem Weißen geleitet, egal ob   Lodge, Autovermietung, Reifenhändler, Lebensmittelladen auf dem Lande etc. Folgen der langen Apartheid?

- Ist es ebenfalls eine Folge der Apartheid, dass die Bedienungen – die stets farbig sind – so merkwürdig verunsichert, verkrampft beim Servieren wirken? Wo ist die afrikanische Lockerheit? Kein „Jambo“ „Hakuna Matata“ Feeling in Namibia!

- Großartige Naturlandschaften. Tierleben sowieso.

- Extrem trockene Luft. Unsere Haut schreit nach Fettcreme!

- Teuer! Nur Benzin und Fleisch sind klar günstiger als in D. Gerade die frischen Lebensmittel sind klar teurer als bei Edeka Eppendorfer Landstraße. Unterkünfte, Game Drives sind sowieso ziemlich teuer. Wir fragen uns, wie die einfachen Namibier mit diesem Preisniveau klar kommen, wenn uns schon jeder Einkauf schmerzt.

- Essen ist leider amerikanisch geprägt. Fastfood und viel Fleisch.

- Fleisch kann hier verdammt lecker sein. Wir, die in D so ca. 1x pro Jahr grillen, haben hier 5 mal gegrillt. Bei frischem Oryx Antilopen Steaks aus eigener Schlachtung muss man aber einfach zuschlagen.

Fazit: perfektes erstes Reiseland!

Nachtrag: Namibia FARMLEBEN

Namibia Farmleben oder auch Urlaub auf dem Bauernhof

Wir haben in den letzten Tagen in Namibia von Reisen auf „Urlaub auf dem Bauernhof“ umgeschaltet, um einen entspannten Ausklang zu finden.

Mit dem Bauernhof Krumhuk hatten wir sehr viel Glück. Zwar wird man in Namibia überall sehr freundlich aufgenommen, aber hier war es ein besonders herzlicher Empfang, bei außerordentlichen Betreibern. Es ist der wohl einzige biologisch dynamische (Demeter) Hof Namibias! Wer vor 18 Jahren auf die Idee gekommen ist, aus Hamburg auszuwandern, um in Namibia eine solche Farm zu errichten ist schon speziell. Aber die Inhaber haben sich nicht nur damit begnügt, sondern mit der Farm auch ihre soziale Anliegen, Verbesserung der Lebensumstände der Arbeiterfamilien, die Auflösung der faktisch noch vorhandenen Rassentrennung und die Fortbildung der Einheimischen verbunden. So wurde eine multikulturelle Walddorfschule in Windhoek gegründet, um die eigenen Kinder nicht auf eine rein weiße Privatschule gehen zu lassen. Einen Walddorfkindergarten gibt es auch, um dort die Kinder der verschiedenen Stämme der Arbeiterfamilien besser zu integrieren und damit an der Basis für ein besseres Miteinander der verschiedenen Stämme in Namibia zu sorgen.

Die Gespräche mit einer der Inhaberinnen waren hochspannend. Vom Armutsbegriff über den Zwang, jedes Jahr um 5% zu wachsen (dieser wirtschaftliche Gesichtspunkt wurde in einem Tonfall vorgetragen, den kein Unilevermanager besser hinbekommen hätte!), der Nachhaltigkeit, der Gewinne, um sich Wohlfahrt leisten zu können etc. Ein nicht nur sehr entspannter Urlaub, sondern ein ebenso geistig bereichender Aufenthalt.

Wer von Euch evtl. einen zu hohen Jahresbonus bekommen sollte, kann gerne spenden. Hier wird mit unglaublichen Einsatz, aber ohne jedes PR Tamtam aus tiefer Überzeugung Tolles bewirkt.

Unser Reiseleben GOA

Unser nächstes Buchkapitel hieß Goa

Ein sehr einfach gehaltener und sehr angenehm zu lesender Abschnitt. Die Lektüre half uns gut über den Schmerz hinweg, die stimmungsvolle Vorweihnachtszeit nicht in HH verbringen zu können…

 

Lecker Frühstück! Zwar haben die Restaurants, Teestuben etc. nicht unbedingt gerade viel Flair, aber sie produzieren täglich wunderbare Geschmackserlebnisse für 1-2 € pro Gericht (sofern man es gerne scharf mag!). Kulinarisch ist Indien im Vergleich zu Namibia also der 7. Himmel für uns.

Echter Nachteil, wenn man für einen globalen Konzern arbeitet. Ständig wird man an die Arbeit erinnert. Jan, bei den Happiness Stations alles gut?

Bollywood Casting

Im Ernst, das passierte uns in Goa ca. 3x am Tag. Dazu kommt immer wieder Händeschütteln und ganz heiß geliebt bei den Kindern: in die Wange kneifen!

HILFSAUFRUF AN ALLE ÄRZTE!!! Was ist das? Was hilft?

Tschüß Namibia – Willkommen INDIEN

Willkommen Indien

Ahhh… all die Zeit im wohl organisierten Namibia fehlte uns irgendetwas. Kaum die Gangway im Mumbai (Bombay) verlassen, wissen wir auch was: das gewisse Durcheinander, doch irgendwie geht alles, der Geruch nach feuchten, modrigem Teppich, das turbulente Leben auf der Straße mit so vielen interessanten Menschen, das flexible Auslegen von Verkehrsregeln, hupen und immer wieder diese vielen Gerüche: modrig, verbrannt, Gewürze, leckeres Essen, Räucherstäbchen. Alles ist dabei und alles so intensiv. Da öffnet sich das Herz eines jedes Asienfans! Müde nach dem sehr langen Tag in Fliegern, aber mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht saßen wir also im Taxi zum Hotel und genossen die Fahrt. Nun geht die Reise erst richtig los! Namibia war eine wichtige erste Etappe, um sich für das Reisen als Familie warm zu laufen, aber nicht zu unrecht wird Namibia überwiegend von eher gut situierten Rentnern bereist.

In Namibia standen die Kinder nie am Fenster des Hotels, um live Straßenleben zu gucken. In Mumbai ist das anders: „Die fahren einfach über rot! Warum?“ „Der Bus ist verrückt, der hat die Fenster und Türen offen“, „Ich habe ein Müllauto gesehen, sehr alt, aber funktioniert noch.“, „Da, da ein Motorrad mit einem Mann vorne, zwei Kindern und einer Frau hinten. Das dürfen die doch gar nicht, oder?“

Ja, genau wegen dieser Dinge sind wir in Asien unterwegs! Das haben wir vermisst.

 

BILDUNG kommt nicht zu kurz!!

 

7.00 – 9.00 Uhr   Rechnen, Lesen, Schreiben

 

9.00 – 11.00 Uhr  Musik

11.00 – 13.00 Uhr   Basteln

13.00 – 14.00  Pause

14.00 – 16.00 Uhr  Eingewöhnung Aaron im einzigen multikulturellen Walddorf-Kindergarten Namibias. (Bis auf die Uhrzeit stimmt das wirklich!!)

Reiseleben Namibia II

Sesriem Sanddünen mit gratis Peeling

Nahaufnahme des extrem selten vorkommendenen Wüstenschnorchlers

Eine unserer Lieblingsunterkünfte: Die Geister Schlucht. Einsam 5 Km vom Haupthaus entfernt gelegen, Selbstversorgung, ganz einfach und rustikal aber dafür um so besser in die Landschaft passend. Glück gehabt, dass die Lodge ausgebucht war und uns dieser Ort als „Notunterkunft“ angeboten wurde. Die typischen Namibia Urlauber (Rentner und Honeymoon Paare) haben scheinbar zum Glück andere Vorlieben.

 

Geister Schlucht Lagerfeuer

Südlichster Punkt unserer Reise. Fish River Canyon (2. größter Canyon der Welt).

Luxus muss sein. Sundowner in der Kalahari.

Quatschmachen im Kalaharisand.

 

Super! Unser Fahrer hatte sich netterweise so festgefahren, dass ein Traktor zum Rausziehen kommen musste. Für die Jungs natürlich 1000 Mal besser als so ein Kalahari Sonnenuntergang!

 

Nur Willi Adler schwimmt besser!

Wiedersehen mit DEUTSCHLAND

 

Wiedersehen mit Deutschland

Nachdem wir zunächst in drei Etappen von Windhoek aus Richtung Norden in den Etosha Nationalpark fuhren, sind wir dann in westlicher Richtung nach Swakopmund an die Küste gereist. Was für eine „bizarre“ Stadt in Afrika! Obwohl bereits ganz Namibia westlich und insbesondere deutsch geprägt ist, setzt diese Stadt dann dem Ganzen die Krone auf. Wenn nicht doch so viele Afrikaner dort herumlaufen würden, könnte man meinen, in einem deutschen Ostseebad gelandet zu sein.

 

Viele alte Jugendstilhäuser, Schaufensterauslagen ganz überwiegend in Deutsch, sowieso viel deutsche Sprache auf der Straße und allenorten so richtig schöne deutsche Spießigkeit in Reinkultur. Dazu dann Nebel, 20 Grad kälter als noch zuvor im Landesinneren und Wassertemperatur von 14 Grad. Fertig ist das deutsche Ostseebad.

Auf der Fahrt in den Westen ist die Landschaft endlich großartig geworden. Waren zuvor die Warzenschweine und Springböcke an den schnurgeraden Landstraßen durch eintönige Dornengestrüpplandschaften das Aufregendste (und Gefährlichste), so wurde die Landschaft vor dem dann wieder eintönigen Wüstenstreifen an der Küste wirklich sehenswert. Ständig versuchen wir, aber verzweifeln auch daran, diese Landschaft aus gelber Grassteppe, gesprenkelt mit grünen Büschen und Bäumen sowie roten Felsbergen mit der Kamera festzuhalten. Eine Mischung aus Serengeti und Wilder Westen mit kleinen Tafelbergen. Endlich Afrikafeeling!

 

Hatten wir ganz vergessen zu zeigen: hier noch das einzigartige (es gibt auch nur dieses) Weltkulturerbe Namibias.

Felsgravuren sind im Hintergrund zu sehen.

 

 

 

 
 

DANKE für die Kommentare

Danke für die Kommentare

Wir freuen uns sehr über Eure schönen Kommentare! Wenn übrigens jemand nicht möchte, dass sein Kommentar veröffentlicht wird, bitte einfach im Kommentar vermerken. Wir bekommen jeden Kommentar vorab als Email und würden dann eben nicht den Button „veröffentlichen“ drücken.

Gerne würden wir Euch allen individuell antworten und danken, aber dann würden wir noch mehr Zeit hinter dem Rechner verbringen als wir es eh schon tun. Guesthouses angucken, Reservierungsanfragen, Weiterflüge, Transfer Flughafen abstimmen oder eine zähe Google Suche nach Fotofachgeschäften für den Kauf des durch einen Kurzschluss zerstörten Akkus und Akkuladegerätes etc. kosten insbesondere aufgrund der häufig sehr langsamen Internetverbindungen verdammt viel Zeit. Wie ging das Reisen überhaupt, als es noch kein Internet gab!?!

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir freuen uns sehr über Eure Kommentare/Nachrichten! Vielen Dank dafür an Alle.

REISEN mit Kindern…

Reisen mit Kindern ist…

wunderbar, anstrengend, ein Geschenk und manchmal einfach nur grauenhaft!

Rolfs Vorhaben, stets gelassen zu bleiben, zerplatzte bereits nach 5 Tagen! Die sich streitenden Jungs wurden laut brüllend ins Auto gejagt, sodann nicht viel leiser gegenüber Anouchka der Sinn einer Reise mit Kindern in Abrede gestellt, der arme, ums Auto herumschwänzelnde Bettler, verscheucht und schließlich eine „ich verklage euch bis an euer Lebensende“ Email an die Internetflugvermittlung geschickt, die wg. der Weiterflüge nach Indien Ärger machte.

Hitze, Hunger, Müdigkeit und Kinder sind eben manchmal ein explosives Gemisch.

Dafür werden wir mit bislang unbekannten Reiseerlebnissen bereichert. Nie zuvor hatten wir einen „Willi Adler“ mit auf Reisen, über den Aaron täglich neue Wunder berichtet. Willi Adler kann heute ganz Afrika hochheben und morgen SOGAR 10 Elefanten. GANZ IN ECHT! Schneller als ein Gepard ist er sowieso: tausendmillionen und einundvierzig!

Und wann gönnt man sich schon das Vergnügen, den mit lieblichen Kinderstimmen gesungenen Kinderkanon: „Mama komm mal runter, Max muss kacken, er hat schon 3 Mal pffft gemacht!“ gleich unzählige Male nacheinander anzuhören.

Dazu kommen die vielen kleinen Bemerkungen, freudestrahlenden Augen, Quatschmachen, und Spielen, das sehr schnell die Härten vergessen machen. Auch der ab und an mal ganz in Ruhe genossene Kaffee ist ein besonders intensiv empfundener Genuß.

Mit einem freundlichen Hinweis auf die Kinder bekommt man natürlich auch einen neuen

Reifen per Sofortservice auf die Felge gezogen und eine nette Engländerin fährt extra mit einem Taxi zu anderen Guesthouses voraus, weil die Unterkunft, in der sie wohnte, ausgebucht war.

 

Nach der oben erwähnten Reisekrise mussten wir uns auch eingestehen, dass das von uns bevorzugte spontane Reisen mit Kindern mehr Energie kostet als von uns gedacht. Tagsüber kommen wir nicht wirklich zum Organisieren und abends haben wir angesichts unser Luxuslodges auch nicht immer Internetzugang. So bleibt dann z.B. zum Surfen nach Guesthouses oder Buchen von Flügen nicht immer ausreichend Zeit. Wenn dann auch noch Buchungsprobleme auftauchen, ist die notwendige Eltern-Ruhe-Zeit am Abend nicht mehr vorhanden. Mittlerweile haben sich die Abläufe aber immer besser eingespielt und die Reise verläuft immer entspannter. Wir gönnen uns auch hier und da einfach Tage ohne Programmpunkte oder bleiben länger, wenn wir noch etwas organisieren müssen. Namibia, ein sehr einfach zu bereisendes Land, war also sicherlich eine sehr gute und wichtige Übung, um mit dem nächsten Reiseziel, Indien, einigermaßen klar zu kommen.

 

 

Etosha Nationalpark

Wie man den Tierbildern entnehmen kann, haben wir als Nationalpark-Greenhorns, die einfach mal so etwas durch den Park gefahren sind, verdammt viel Glück gehabt. Nashorn, Löwe, fressende Schakale, Elefanten außerhalb der Wasserstellen zu sehen, ist super. Insofern sind wir nicht undankbar, aber wollen dennoch ehrlich sein. Ein Out of Africa Feeling stellt sich hier nämlich absolut nicht ein! Landschaftlich hat Etosha nichts zu bieten. Eintönige Dornensavanne, platt, z.T. wüstenähnlich und sehr viel durch Buschbrände verkohlte Flächen. Wenn man dann in einer der drei riesigen internen Lodgeanlagen mit unzähligen deutschen Rentnern, – 100% safariausgerüstet und fotowütig – an einer künstlichen Wasserstelle steht und Tiere beobachtet, so will einem einfach der „Brot und Spiele“ Gedanke nicht aus dem Kopf weichen und bei Hagenbek sieht man die Tiere sogar noch näher…

Was Hagenbek allerdings nicht bieten kann, ist das besondere Gefühl, um eine Kurve zu fahren und plötzlich in 20m Entfernung einen riesigen, mit langen Stoßzähnen bestückten Elefanten auf sich zu kommen gehen zu sehen. Schnell bremsen. Greift so einer eigentlich an, wenn der noch dichter kommt? Wenden nicht möglich. Rückwärtsgang einlegen. Wahrscheinlich läuft der einfach vorbei, oder? Wenn nicht, dann ist der aber vorwärts schneller als ich hier rückwärts fahren kann! Hmm, Kamera zücken. Bilder für die Nachwelt sind wichtig! Da biegt der Elefant einfach ganz entspannt links ins Gebüsch, noch bevor wir ein Beweisfoto schießen konnten.