Gestrandet in Margao
“Sorry, train tomorrow fully booked, next train in 3 days.”
Wir sitzen zu fünft inkl. Gepäck im Tuk Tuk. Dank der Enge bringt selbst der Fahrtwind kaum Abkühlung. Feuchte 34 Grad lassen Schweißperlen an Rolfs Nacken hinunterlaufen. Die Kinder haben gerötete Gesichter, sind müde und hungrig. Mofas schwirren zu hunderten wie die Bienen um die hupenden Autos und Busse herum. Überall Verkaufsstände, überall Menschen, überall Lärm.
Nach Margao – eine dieser x-beliebigen Kleinstädte in Indien – waren wir nur gekommen, um gleich wieder früh morgens mit dem Zug abzuhauen. Und nun diese überraschende Nachricht. Was nun? Ok, Kids first. Also im Hotel einchecken, Essen aufs Zimmer, Schlafen und neue Pläne schmieden.
Auch wenn es bei unserer Reise nicht auf einen Tag ankommt, so sind wir dennoch ziemlich genervt. Der Reisegott meint es jedoch gut mit uns. Auf der Suche, wo wir wie wann alternativ hinfahren können, stoßen wir eher zufällig auf Panjim. Anouchka kennt aus ihrer Studienzeit in Wismar sogar noch einen Lichtplaner, Kapil, der dort um die Ecke wohnt. Panjim entpuppt sich als wirklich sehenswert und da Sonntag ist, lädt uns Kapil netterweise schon mittags zu sich nach Hause ein. Wir werden sehr herzlich aufgenommen und es ist spannend zu sehen und zu hören, wie eine indische Mittelstandsfamilie lebt. Natürlich werden wir sehr köstlich verwöhnt und dürfen auch noch die kleine End of Divali Andacht in seinem Hause mitmachen.
Am Montag sind wir dann schon wieder in Margao, um Dienstagfrüh den Zug nach Hampi zu nehmen. Wie schon so oft auf Reisen, hat sich wieder einmal eine vermeintlich schlechte Situation ins Gegenteil gedreht. Danke für den fully booked train!








































