Liebe Bestsellerautorin Elizabeth Gilbert, liebe Julia Roberts, was habt ihr nur aus Ubud gemacht. Einst das stilvolle, ruhige und von grünen Reisterrassen umgebene, kulturelle, künstlerische und spirituelle Zentrum Balis.
Seit Jahrzehnten die Heimat vieler Aussteiger und Künstler, die von diesem besonderen Flair wie die Motten vom Licht angezogen wurden.
Nun sitzen die Chinesen in Massen bei Starbucks! Starbucks, Mc Donalds, KFC oder Burger King sind in Asien stets zuverlässige Indikatoren, wie es um den Flair eines Ortes steht. Es ist immer die gleiche Entwicklung: erst Banana Pancake und Porridge, dann Pizza und Spagetti, gefolgt von Mojito und Margarita, bis schließlich die globalen Ketten ihre Filialen eröffnen. Warum um Himmels Willen reist man tausende von Kilometern, um dann den gleichen Kaffee wie zu Hause zu trinken? Was will man als Tourist bei Mc Donalds, wenn es eine so vielfältige, spannende Küche in Indonesien gibt? 
Doch zurück zu Ubud. Ubud ist nun ganz hervorragend zum Einkaufen und Kaffeetrinken. Wir haben noch nie zuvor – auch nicht in Europa – eine solche Dichte an individuellen Modeboutiquen, Kunstläden und Kaffees vorgefunden. Zugegeben, alles äußerst geschmackvoll gestaltet und hübsch anzuschauen. Doch was hat das noch mit Bali zu tun? Obwohl noch tiefste Nebensaison herrscht, ist die Anzahl der Touristen hoch. Dort stecken sie also alle. Die extrem hohe Dichte der Hotels, Resorts und Gasthäuser jagt uns einen Schauer über den Rücken. Wie voll muss das hier erst nur in der Hochsaison sein!! Ein direkter Vergleich zur Khaosan Road Gegend in Bangkok wäre gemein, da auf einem ganz anderem Niveau spielend, aber er drängt sich uns unweigerlich auf.
Eat, Pray, Love, ein böser Fluch für alle, die zuvor Ubud liebten und ein Segen für den Konsum. Eat wie Kaffees und Restaurants, Pray wie massenhafte Yogakurse und Love wie die Liebe zum Einkaufskommerz.




























































